Magotskreuz


Steckbrief:

Baujahr um 1800
Zerstörung -
Restauration/Wiederaufbau -
 Erbauungsgrund ?
Material ??stein
Standort Alte Altforweiler Straße, Unterfelsberg
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Auf der Gemarkung Felsberg steht an der alten Straße nach Altforweiler gegenüber dem Abzweig nach Neuforweiler das Magotskreuz, das vermutlich um 1800 errichtet wurde.

Das wohlgestaltete Kreuz ist mit einer Monstranz geziert. Seine Inschrift lautet: „Gott gib den armen Seelen die ewige Ruhe“. Die Jahreszahl ist kaum noch erkennbar.

Aus dem, was die Vorfahren von Magot’s Kreuz erzählten, hat Margarethe Lünebach eine ergreifende Legende gemacht. Demnach wären hier Johannes Magot und sein kleiner Sohn Berthold vom Blitz erschlagen worden: „Magot’s Kreuz steht heute noch, wildes Gewächs umwuchert es, Mancher, der des Weges geht, zieht den Hut oder schlägt ein Kreuz, keiner aber denkt, dass an dieser Stelle Lebensgut und Lebensglück vernichtet wurde, dass hier ein altes Geschlecht Felsbergs auslöschte.

So schließt die Legende. Hier Dichtung und Wahrheit zu scheiden, ist beinahe unmöglich. Jakob Macko, auch Maneko, wird 1712 als Arbeiter in Felsberg erwähnt, der schon als Arbeiter ein Haus gebaut hat. Er hatte einen Sohn Antonius, getauft am 15.08.1711, der von Beruf Weber war. Dessen Sohn Jakob (Tagelöhner) stirbt am 26.01.1801 kinderlos. Dieses Datum käme der Jahreszahl 1800 am nächsten, zumal man das Kreuz nicht sofort hätte aufstellen können, weil noch Revolutionszeit war.

 

Sein Bruder Antonius (Bauer und Weber) stirbt am 29.10.1824 „subito sine sacramentis munitus“ ("=Plötzlich, ohne Sakramente"). Aber bei einem solchen Alter muss der plötzliche Tod nicht vom Blitz bewirkt sein. Sein einziger Sohn Jakob (Bauer) stirbt am 09.12.1833. Er war der letzte Magot in Felsberg. An welchen der Magots nun das Kreuz erinnern soll, muss offen bleiben. Auf jeden der drei passt etwas von dem, was die Legende erzählt. Sollte gar das Blitzmotiv vom Donnerkreuz mit dem  Magotskreuz am Weg nach Altforweiler verbunden sein?