Kreuz im Reis-Wäldchen

Steckbrief:

Baujahr ??
Zerstörung ?
Restauration/Wiederaufbau 1968
 Erbauungsgrund Duell der Burgherren von Felsberg und Siersburg
Material Sandstein
Standort Metzerstraße, Unterfelsberg
Pate Noch kein Pate registriert. Bei Interesse können Sie sich über das Kontaktformular melden.

Im Garten, der damals Johann Schütz gehörte, stand sehr lange eine einfaches Holzkreuz, das 1968 durch ein wohlgestaltetes Sandsteinkreuz ersetzt wurde.

Der Überlieferung zufolge wurde hier das Duell der Brüder und Burgherren von Siersburg und Felsberg um Alice von Forbach ausgetragen, bei dem der Burgherr von Siersburg unterlag.

 

 

Oskar Reinhold Beyer hat die Teufelsburg-Mär in Verse gebracht:

 

Die Teufelsburg Legende

Boten hatten auf schnaubenden Rossen

dem Herrn von Felsberg die Nachricht gebracht:

"Es hat der Herr von Siersburg beschlossen,

noch eh zu End die selbige Nacht,

will er sich mit Euch, sollts Euch nicht bangen,

messen im Zweikampf vor Wallerfangen,

und so entscheiden den häßlichen Streit,

durch den eine Frau euch Brüder entzweit.

Wer im Rittertunier den andren bezwingt,

Alice von Forbach als Ehweib erringt!"

Es riefen‘s die Boten, spornten die Rosse

und jagten wieder hinaus aus dem Schlosse,

hinterher grollte des Ritters Fluch:

"Vermeldet Graf Siersburg des Felsbergers Kunde,

ich sein Bruder ruf den Teufel zum Bunde.

Webt eurem Herrn schon das Leichentuch!"

Kaum war der Ruf im Winde verhallt,

trat in die Burg als finstre Gestalt

der "Junker Jörg mit dem Hinkebein",

präsentiert dem Ritter den Schein:

"Soll ich euch helfen beim tödlichen Raufen,

müsst Ihr mir Graf, Eure Seele verkaufen!"

Er nahm die rote Feder vom Hut.

"Unterschreibt den Vertrag mit drei Tropfen Blut!"

Vor Wallerfangen beim Hahnenschrei,

traf sich am Morgen die Kumpanei,

und ehe noch erloschen das Morgenrot,

schlug der Ritter von Felsberg den Bruder tot.

Der Teufel jauchzte und schwelgte in Lüsten:

"Lasst Herr von Felsberg, die Hochzeit Euch rüsten!"

Burg Felsberg aber ward im Land

fortan die Teufelsburg genannt.

Ihre Türme, ihre Hallen

sind schon längst zu Staub zerfallen.

Doch im Volke lebt heut noch fort

die alte Mär vom Brudermord.

Und wenn bei Zeit, in sturmdurchwehten Tagen,

die schlimme Untat sich aufs Neue jährt,

hörst in den Wolken Du ein wildes Klagen,

weil der von Felsberg in die Hölle fährt.